Meine Fotoausrüstung
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Mein Silberfilm- und mein digitales Fotolabor

Durst
Durst M300

Meine Silberfilm-Dunkelkammer ist bereits Geschichte - die meisten Geräte ruhen gut verpackt im Kasten, die Chemikalien sind großteils entsorgt. Details können auf der "History-Seite" nachgelesen werden .

Für meine fotografischen Aufgaben verwende ich ja jetzt keine Silberfilm-Materialien mehr.

Dennoch verarbeite ich pro Jahr ein paar Filme im Rahmen meiner Vorlesung, um meinen Studierenden zu zeigen, wie das funktioniert(e). Eigentlich war es ja umgekehrt: die Studierenden haben mich vor einigen Jahren durch beharrliches Nachfragen und Drängen soweit gebracht... - am liebsten hätten sie noch ein "Dunkelkammerseminar", aber leider habe ich auf der Uni keine Räume mehr dafür zur Verfügung.

Beim Einkauf von SW-Filmen und Fotochemikalien stellte ich fest, dass es vor Ort nur mehr Foto Köberl in Graz als gut bestückten Fotoladen gibt.
Da mein bevorzugter Entwickler, Afga Rodinal, nicht leicht aufzutreiben war, probierte ich Einmalentwickler auf Phenidon/Hydrochinon-Basis aus. Leider hält die angebrochene Packung nur wenige Monate, daher bin ich wieder auf "Rodinal" zurückgewechselt (als Nachbau sind entweder "Adox Adonal" oder "R09 One Shot" erhältlich).
Als SW-Filmmaterial ist kommt Kodak T-Max oder Ilford-FP4 bzw. HP5 zum Einsatz.
Bei der Filmentwicklung im Demo-Unterricht in der Fotovorlesung steht keine Dunkelkammer zur Verfügung und sie muss bei Tageslicht durchgeführt werden. Aus diesem Grund kommt mein Jobo 2400 Daylight Tank zum Einsatz, der auch das Abschneiden von teilbelichteten Filmen in der Dose erlaubt.

Ilfosol Jobo

pic-dell
Dell U 2410

Meine Digitale Dunkelkammer:

In meiner "digitalen Dunkelkammer" kann ich jetzt wesentlich genauere und weitreichendere Änderungen und Verbesserungen an meinem Aufnahmematerial durchführen, als das jemals in Silberfilmzeiten möglich gewesen wäre.

Der erste und wichtigste Kontakt mit den Fotos erfolgt über den PC-Monitor. Mit den Röhrenmonitoren (Philips 19 Zoll, Samsung Syncmaster 19 Zoll) gabs wenig Probleme - sie waren für Fotos ganz gut geeignet. Aber sie waren mir mit der Zeit ein bisschen zu klein.
Nach dem Umstieg auf Flachbildschirme gab es eine dramatische Änderung: Einige traurige Versuche mit Samsung-Monitoren (20 Zoll, 203b und 24 Zoll) zeigten, dass diese eine extreme Abhängigkeit der Farbdarstellung vom Betrachtungswinkel aufweisen und für Fotos (und auch für farbsensitive PPT-Präsentationen) komplett ungeeignet waren. Als Kompromiss zwischen ganz hoher Qualität und vertretbaren Preis habe ich mich dann nach dem Studium einiger Testberichte für einen Dell Ultrasharp 2410 entschieden.

Dieser Monitor hat durch sein S-IPS-Panel eine ausgezeichnete und Blickwinkel-unabhängige Farbdarstellung, sowie einen besseren Farbraum und Kontrastumfang. Außerdem hat er auch andere praktische Eigenschaften, z.B. eine Vielzahl von Video-Signalanschlüssen, einen USB-Hub und mehrere Kartenlese-Slots.

pic dell

Monitor-Kalibrierung:

Damit der Monitor seine Qualitäten ausspielen kann, muß er natürlich die Farben korrekt und reproduzierbar anzeigen. Nach Versuchen, die Farben mittels Tabellen am Monitor einzustellen, verwende ich jetzt eine Hardware-Kalibrierung, nämlich einen Spyder4 Pro, der die Monitorfarben (und auch das Umgebungslicht) analysiert und dann korrekt einstellt.

Irfanview
Irfan View
pic jpg-illuminator
JPG-Illuminator

Software zur Bearbeitung von JPG-Bildern

In der Anfangszeit meiner DSLR-Praxis wählte ich als Speicherformat an den Kameras die JPG-Kompression. Die JPG-Bilder in der 1/8 HQ-Stufe sind gut verwendbar, denn die Kompression zeigt keinen sichtbaren Unterschied zur SHQ-Kompression (1/2.7) (keine sichtbaren Kompressionsartefakte). Dafür gewinnt man aber damit an Olympus-E-Kameras andere Vorteile: Die Vorschau an der Kamera zeigt das echte Bild, und nicht ein kleineres Vorschaubildchen. Dadurch kann man auch mit der 10x-Lupe genau die Schärfe beurteilen. Ein weiterer Vorteil der 1/8-Kompression: Während bei 1/2.7-Kompression nur 3 Bilder in Serie möglich sind, kann man bei 1/8-Kompression soviele Serien-Bilder schießen, bis die Karte voll ist.

Für die schnelle Bearbeitung von JPG-Files verwende ich als Software das kleine und schnelle Irfanview (Gamma, Kontrast, Helligkeit, Farbstiche, Beschneiden, Drehen, Größe, Dateinamen etc. lassen sich schnell und einfach ändern, auch als Batchbearbeitung).

Nachdem ich durch die RAW-Verarbeitung (siehe weiter unten) verwöhnt wurde, habe ich jetzt ein kleines Freeware-Programm gefunden, das mir viele dieser Möglichkeiten auch für JPG-Bilder bietet, ohne umständlichen Ballast mitschleppen zu müssen: JPG-Illuminator erlaubt Weissabgleich, Farbkorrektur, Belichtungskorrektur, Korrektur von CA und Vignettierungen u.v.a.m. mit einer unglaublichen Qualität und Einfachheit. Vor allem die Verbesserung der vielen eingescannten Fotos wird damit um vieles erleichtert.

Noise-Reduction: Zum Entrauschen kommt bei JPEGs Neatimage zur Anwendung.

Entzerren: Zum Bearbeiten von Aufnahmen mit dem Peleng-Fishaugen-Objektiv oder zum Entfernen von CAs und zur Wegrechnung von Vignettierungen ist ptLens mein bevorzugtes Programm.

Panos: Zum Zusammensetzen von Panoramabildern arbeite ich mit dem Olympus Camedia Master 4 Pro.

Bilderdatenbank:Damit ein bisschen Ordnung bei meinen Fotos herrscht, verwalte ich (oder besser gesagt: lasse ich verwalten und suche dann) die Fotos auf den Festplatten mit Googles Picasa (wobei ich aber dem Programm nicht erlaube, im Web herumzustöbern).

pic ptlens pic neatimage

Oly Viewer
Olympus Viewer 3

RAW-Konverter

Nach einiger Zeit habe ich festgestellt, dass ich praktisch alle Bilder einzeln nachbearbeite, und wählte daher als logische Konsequenz als Speicherformat RAW-Files. Dieser RAW-File besteht nur aus den vom Sensor gelieferten Daten, ohne (?) Beeinflussung durch die Kamerasoftware (Weissabgleich, Schärfe, Farben etc.).

Anfangs verwendete ich zur Bearbeitung (Entwicklung) der RAW-Files für die Olympus E-300 und E-330 einen Freeware-RAW-Konverter (Pixmantec Raw-Shooter Essentials 2006).

Da die neueren Kameras von diesem Programm nicht mehr unterstützt werden, verwende ich jetzt zur RAW-Entwicklung den Olympus Viewer 3, der gegenüber den Vorgängerversionen (Olympus Master und Olympus Viewer 2) sowohl im Funktionsumfang als auch in der Geschwindigkeit wesentlich verbessert wurde. Vor allem die Farben werden viel schöner als mit dem Rawshooter, dafür ist die Kontraststeuerung nicht so ausgeklügelt.

Als Alternative arbeite ich auch oft mit DxO Optics Pro als Raw-Konverter, der bei manchen Problemen bessere Ergebnisse liefert (aber leider nicht mit allen meinen Kameras kompatibel ist).

Die Bearbeitung von RAW-Files dauert - sobald man sich eingearbeitet hat - nicht länger (eher kürzer) als von JPEG-Files, und die Qualität ist um Klassen besser. Auch wenn ich bloß Events dokumentiere, verwende ich jetzt RAW, denn ich brauche bloß ein Bild der Serie genau bearbeiten, und dann die Einstellungen auf alle anderen Bilder im Batch-Verfahren übertragen.

Auch Googles Picasa kann rudimentär RAWs bearbeiten, aber ich habe es nur zum Ausprobieren benutzt.

pic HP deskjet
HP Deskjet 950 C

Fotoprints

Der Ausdruck erfolgt inhouse mit dem HP Deskjet 950 C, einem Tintendrucker, üblicherweise auf HP oder Epson Fotopapier. Als Druck-Programm verwende ich meist die ältere Olympus Camedia Master 4 Pro Software, die die Anpassung der Druckgröße wesentlich besser gestattet als der neuere Olympus Viewer 3.

Color DrackMeistens schicke ich aber die Bilder per Upload zu einem Belichter (Color Drack in Salzburg), da die Printqualität auf Fotopapier doch um vieles besser ist.