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Standardobjektiv-Ausrüstung an der Olympus DSLR

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Fourthird-Kameras wie meine Olympus E-30, E-300 und E-330 haben eine Sensorgröße von 17.3 x 13 mm; das entspricht fast genau einem Viertel der Kleinbildfläche. Daraus resultieren Objektive, die die halbe Brennweite einer 35-mm-Kleinbildkamera haben; Das Olympus-Standard-Zoomobjektiv 14-45 mm ist daher vergleichbar mit einem 28-90 mm Objektiv einer 35-mm-Kleinbildkamera. Das hat den Vorteil, dass die Objektive viel kleiner gebaut werden können als entsprechende Kleinbildobjektive, und auch oft eine wesentlich größere Öffnung haben. Eine Eigenschaft ist manchmal ein Vorteil, manchmal ein Nachteil: Die Schärfentiefe ist um einiges größer: besser bei Landschafts- und Nahaufnahmen sowie Schnappschüssen, schlecht für Porträts, wenn man durch große Blenden den Hintergrund unscharf halten will.

Zuerst begann ich mit dem Zoomobjektiv Zuiko Digital 3.5-5.6/14-45 mm, das bei meinem E-300-Set dabei war. Die Qualität des Objektivs war nicht schlecht, aber ein paar Sachen störten in der praktischen Anwendung: bei 14 mm waren schon stärkere Verzeichnungen bei Architekturaufnahmen (oder Bäumen am Rand des Bildes) zu sehen, auch traten chromatische Aberrationen (CA's) auf und die kleine Blende von 5.6 bei 45 mm war für Schnappschüsse bei wenig Licht auch nicht gut geeignet. Bei Standardbedingungen, von Blende f=5.6 aufwärts, machte das Objektiv jedoch ausgezeichnete Fotos.
[Beispielfoto, 14 mm].

Bald ersetzte ich das Kit-Standardzoom durch das Pro-Zoomobjektiv Zuiko Digital 2.8-3.5/14-54 mm, das als "das Standardobjektiv" für E-Kameras gilt: [Beispielfoto].
Für Porträts war das Objektiv ideal, nur bei großflächigen Landschaftsaufnahmen fehlte der letzte Biss. Außerdem waren 14 mm Brennweite manchmal zu wenig, und bei Reportagen wollte ich nicht zusätzlich auf ein Weitwinkel wechseln.

Ein paar Jahre später ersetzte ich daher dieses Objektiv durch das "Super-Standardobjektiv" der Olympus-Profiklasse, das Zuiko-Digital 2.8-4/12-60, ein Pro-Objektiv mit noch besserer Schärfe (ED-Linsen für Mikrokontrast), schnellerem Autofokus (Ultraschallantrieb) sowie nach oben und unten erweitertem Zoombereich (24-120 am Kleinbild). Neben dem 5-fach-Zoombereich ist auch die Naheinstellgrenze mit 25 cm schon fast "makrotauglich", mit dem Konverter EC-14 (85 mm Brennweite) kommt man schon bis auf ca. 5 cm Objektbreite.
[Nahaufnahme mit EC14] [12mm] [60mm]

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Das billige Zoomobjektiv 3.5-5.6/14-45 mm ist noch immer in Gebrauch, meist für spezielle Effekte oder als Leichtgewicht für Spaziergänge und Wanderungen.
Durch sein Filtergewinde von 58 mm verwende ich es gerne für Filter (zB Polfilter), Weitwinkelkonverter etc., weil dieser Filterdurchmesser viel besser geeignet ist als die 72 mm des 12-60-Objektivs.
Ich schraube daran auch manchmal noch meine alten Cokin-Filter, obwohl die meisten Effekte heutzutage - oft sogar besser - durch Software simuliert werden können. Aber ich habe das direkte Hantieren mit Filtern lieber, es vermittelt ein echteres "Fotografie-Feeling"

[Beispielfoto - Cokinfilter].