Meine Fotoausrüstung
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Meine Weitwinkel-Ausrüstung

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Das Standard-Zoomobjektiv, mit dem ich lange Zeit arbeitete, das Zuiko Digital 2.8-3.5/14-54 mm, lieferte bereits ein passables Weitwinkel von 14 mm (vergleichbar mit einem 28-mm-Kleinbildobjektiv) mit ausgezeichneter optischer Qualität.
[Zuiko 14-54 bei 14 mm].

Das billigere Kitobjektiv, das Zuiko Digital 3.5-5.6/14-45 mm bringt zwar gute Schärfe, aber verzeichnet bei 14 mm.
[Zuiko 14-45 bei 14 mm]

ww2

Um meine fotografischen Möglichkeiten in Richtung eines stärkeren Weitwinkels unterhalb von 14 mm zu erweitern (vergleichbar mit 20...24 mm Weitwinkel an einer 35-mm-Spieglreflex), schwankte ich lange Zeit zwischen dem Ultraweitwinkelzoom Zuiko 9-18 mm und dem Standard-Weitwinkelzoom 12-60 (die ebenfalls erhältlichen WW-Zooms 11-22 mm und 7-14 mm zog ich nicht in Erwägung). Aus praktischen Gründen entschied ich für das Zuiko-Digital 2.8-4/12-60 mm: die 12 mm habe ich jetzt immer ohne Objektivwechsel zur Verfügung, und wer weiß, wie oft ich sonst das 9-18mm-UWW an die Kamera angeflanscht hätte.
[Zuiko 12-60 bei 12mm]

wwconverter

Frühere Versuche, WW-Konverter (von meiner Kompaktkameraausrüstung) am Standardzoom bei 14 mm anzubringen, gaben eher unbefriedigende Ergebnisse:

Der Olympus WCON07 brachte kein brauchbares Ergebnis (ein kreisrundes Bild mit Randunschärfen). Die Adaptierung meines alten Olympus WCON08 Weitwinkel-Konverters (der noch von von meiner C-700 übrig war) am 3.5-5.6/14-45 mm Standardzoom brachte ein recht brauchbares Ergebnis. Die Ecken werden ein bisschen vignettiert und sind auch nicht ganz scharf, aber in vielen Fällen sind diese Fehler fast gar nicht sichtbar und daher zu vernachlässigen.
[Zuiko14-45 bei 0.8x14mm]

fisheyeconverter

Ein anderes Experiment war die Adaption eines alten "Fischaugen-Konverters" mit einem Faktor von ca. 0.5 (das Teil hat auch noch eine eingebaute Nahlinse mit +8 D). Die Resultate waren eher schrecklich: Die Qualität war um einiges schlechter als die mit dem Olympus WCON08, der Bildwinkel war nicht größer, weil durch den kreisrunden Fischaugeneffekt nur ein Teil der Sensorfläche genutzt wurde, und der Fischaugeneffekt war auch nicht besonders ausgeprägt - wirklich kein Fischaugen-Feeling.
[Zuiko14-45 bei 0.6x14mm]


[Vergleich einiger meiner WW-Lösungen (das 12mm-Objektiv fehlt hier noch)]

peleng on E300 peleng

Nachdem mich die Vorsatzkonverter nicht befriedigten, erstand ich in weiterer Folge dann das echte Fischaugen-Objektiv Peleng 3.5/8 mm (hergestellt von der weissrussischen Optikfirma Belomo). An einer Olympus Digital-SLR ist es vergleichbar mit einem Fischauge von 16 mm Kleinbildbrennweite. Das Objektiv hat M42-Gewinde, an dem noch ein M42-FT-Adapter aufgeschraubt wird. Es ist kein Autofokus und keine Blendenautomatik vorhanden, aber mit einer so kurzen Brennweite kann man z.B. bei Blende 8-11 einen Hyperfokalbereich einstellen, bei dem die Schärfentiefe von 30 cm bis Unendlich reicht.

In weiterer Folge kann man am PC ganz leicht den Fisheye-Charakter auf den eines Ultraweitwinkels z.B. mit der Software PTLens ändern.

Die optische Qualität des Peleng-Objektivs ist zufriedenstellend, aber die mechanische Qualität ist recht mies. Mit dem Originaladapter kann man nicht auf Unendlich fokussieren (bei der Einstellung auf die Unendlich-Marke bekommt man scharfe Fotos von 1 m entfernten Objekten). Mein anderer M42-Adapter (aus Polen) ist 0.3 mm kürzer und verlegt die Unendlicheinstellung auf die 0.3 m-Markierung, sodass man nicht mehr auf nahe Objekte fokussieren kann. Wahrscheinlich ist die gesamte Adapterlösung zu wenig präzise und nicht mit den geringen Verstellwegen eines Fischaugenobjektives vereinbar. Ausserdem lässt sich bei meinem Peleng-Objektiv das hintere Neutralfilter nicht abschrauben, um z.B. ein Polfilter anzubringen.

Beispielbilder:
[Peleng 8mm] [8mm mit pt-Lens "Defished" ].